28.12.2024 – 11:25-11:30 (Africa/Abidjan), Saal GLITCH
Sprache: Deutsch
Eine Organisation ohne Cloud-Anbieter und Microsoft betreiben? Und das mit über 100 Mitarbeitenden? Mit einer gemeinnützigen Organisation aus Berlin zeigen wir seit mehr als 10 Jahren: Das geht! Aber leider auch, dass es noch super aufwändig ist.
In diesem Lightning Talk geben wir einen kurzen Abriss darüber, was wir tun, damit die Organisation fast ausschließlich mit freier Software arbeiten kann.
Unsere Erfahrungen aus dem Produktivbetrieb machen Hoffnung. Beispiele aus der Praxis zeigen uns, dass freie Software sich häufig nicht vor proprietären Pendants verstecken muss.
Dennoch ist der Betrieb von freier Software oftmals kompliziert oder nur mit Usability- oder Security-Einbußen zu realisieren. In unserer Infrastruktur möchten wir diese Einschränkungen angehen und integrieren verschiedenste Projekte miteinander unter Anwendung moderner Standards.
Das klingt für dich interessant? Kontaktiere uns gern vor oder nach dem Talk unter:
DECT: 4536
Signal: lmm.99
Mastodon: @lmarschk@mastodon.social
Mail: leonard@marschke.me
Ich bin Leonard Marschke, kümmere mich seit mehr als 10 Jahren um die IT einer gemeinnützigen Organisation. Damals noch mit wenigen Rechnern und weniger als 10 Mitarbeitenden. Seitdem ist die Organisation mächtig gewachsen und wir haben ein IT-Team von 10 Personen aufgebaut, die sowohl die Infrastruktur betreiben als auch eigene Software für unsere (geförderten) Projekte entwickeln.
Ich habe an der Uni Potsdam (Hasso-Plattner-Institut) IT-Systems Engineering im Bachelor und Master studiert. Während meines Studiums habe ich mich intensiv mit der IT-Sicherheit beschäftigt. Im Rahmen dessen konnte ich bereits einige Sicherheitslücken bei proprietärer und freier Software melden und beheben. Aktuell halte ich an der Uni noch eine Vorlesung "Cybersecurity in Practice", in der ich für das Thema Cybersicherheit sensibilisiere und begeistere.
Nach dem Abschluss meines Studiums stand ich vor der Entscheidung das Projekt freie Software in der IT-Infrastruktur der Organisation einschlafen zu lassen oder voll einzusteigen. Ich habe mich dazu entschlossen daran zu arbeiten einige Hürden beim Betrieb, auch für andere Organisationen, auszuräumen. Damit möchte ich dem gesamtgesellschaftlichen Problem einer immer größer werdenden Abhängigkeit von großen Anbietern wie Microsoft oder Google (insbesondere im sozialen Bereich) persönlich entgegen treten.